Psychotherapie

ao. Univ.Prof. Dipl.Ing. Mag. Dr. Mario Patera

Wer sich für eine psychotherapeutische Unterstützung entscheidet, entscheidet sich für die bewusste Gestaltung seiner Lebensqualität. Er übernimmt damit die Verantwortung für die Entwicklung seines eigenen Selbst. Niemand auf der Welt hat sich sein mentales Modell selbst ausgesucht (wie er die Welt sieht und auf sie reagiert).

Vielmehr hat er entscheidende Muster seines Verhaltens durch seine (frühe) Sozialisation der ihn prägenden wichtigsten Bezugspersonen übernommen. Von daher ist Irvin Yaloms berühmt gewordener Satz „Break the cycle“ als Einladung zu verstehen, eigenständig reflektierte Verhaltensmuster zu entwickeln, anstelle der bspw. unbewussten Wiederholung elterlicher Verhaltensmuster. Es bedeutet seine eigene Authentizität zu entwickeln, i.g. von Virginia Satir die Freiheit zu wählen, in eigener Verantwortung Risiken einzugehen, anstatt immer nur auf Nummer sicher zu gehen und nichts Neues zu wagen.

Obwohl Österreich seit 1991 über eines der fortschrittlichsten Psychotherapiegesetze in der Welt verfügt, halten sich bedauerlicherweise selbst in Vorstandsetagen massive Vorurteile gegenüber einer psychotherapeutischen Behandlung: „Ich bin doch nicht verrückt/geisteskrankt“.

Gepaart mit der Selbstüberschätzung, ich muss doch meine anerzogenen „Probleme“ allein in den Griff bekommen, ist dies der vorgezeichnete Weg zu Burnout, psychosomatischen Erkrankungen, Herzinfarkt etc.

Ihre Selbstwertschätzung sollte es Ihnen daher Wert sein, sich mit professioneller Unterstützung Ihren eigenen Stärken, Ressourcen und Potentialen zu widmen.

Wenn Sie sich für eine psychotherapeutische Unterstützung entscheiden, ist Ihnen damit bereits zweierlei gelungen: 1. dass Sie es sich wert sind, sich (rechtzeitig) unterstützen zu lassen, 2. die Selbstverantwortung für die bewusste (!) Gestaltung über Lebensqualität zu übernehmen.

Dazu gratuliere ich Ihnen herzlich.

P.S.: Fall Sie Kinder haben, stellen Sie sich vor, sie wären in Ihrem jetzigen Alter … was möchten Sie, dass ihre Kinder sagen, was sie von Ihnen an Wertvollem bekommen haben. Falls Sie keine Kinder haben, was möchten Sie, dass Ihre Freunde, Kollegen sagen, was sie von Ihnen an Wertvollem bekommen haben?

 

ÜBER MICH

Von meiner Grundausbildung her bin ich personenzentrierter Gesprächstherapeut nach Carl Rogers, dessen drei Grundhaltungen Empathie, bedingungslose Wertschätzung und Kongruenz (Authentizität) mich seit Jahrzehnten geprägt haben.

Es folgten persönliche Weiterbildungen bei Marshall Rosenberg (gewaltfreie Kommunikation), Steve de Shazer (lösungsfokussierte Kurzzeit-Therapie), Matthias Varga von Kibéd (systemische Strukturaufstellungen), Ilse Gschwend (systemische Familientherapie), Maja Storch (Zürcher Ressourcenmodell) und Hélène Dellucci (Traumatherapie).