Konflikt- und Konfliktfolgekosten in österreichischen Familienunternehmen

Streit in Familienunternehmen als größter Wertevernichter

Familienunternehmen sind aufgrund ihrer besonderen Strukturen besonders leistungsfähig, aber auch besonders konfliktanfällig. Konflikte in der Familie (z.B. Scheidungen oder Vater – Sohn/Tochter Konflikte bei der Übergabe) führen schnell zu Krisen im Unternehmen (z.B. Entscheidungsvakuum, Investitionsstillstand). Die Konfliktansteckung funktioniert aber auch in die andere Richtung. „Wenn es im Unternehmen eng wird, wird auch am Mittagstisch mehr gestritten“.

 

„Wir wissen, was uns ein Kaffeeautomat kostet – wir wissen nichts über Konfliktkosten“
Um langfristig erfolgreich zu sein, ist ein aktives Konfliktmanagement in Familienunternehmen erforderlich. Manager von Familienunternehmen wissen zumeist nicht, welche Kosten ihrem Unternehmen durch interne Konflikte sowie Konflikte mit Kunden, Lieferanten, Banken etc. entstehen. Obwohl Controlling-Systeme in den letzten Jahrzehnten immer differenzierter die diversen Kosten im Unternehmen erfassen, die Anschaffung jedes Kaffeeautomaten aufscheint, fehlen jegliche Informationen über Konfliktkosten.

 

Neue Methoden für Kostenberechnung und Konfliktmanagement

Die Pilotstudie, die durch die Volksbank AG sowie regionale Volksbanken mitfinanziert wurde, entwickelte neue Methoden, mit denen Konflikt- und Konfliktfolgekosten in Familienunternehmen frühzeitig identifiziert werden können. Dazu wurde ein völlig neues Verständnis von Konfliktkosten erarbeitet.

Neben wirkungsvollen Controlling-Instrumenten wurden Tools entwickelt, die Führungskräfte in Familienunternehmen für ein präventives und aktives Konfliktmanagement nutzen können, um so neue Ertragspotentiale erschließen zu können.

Die neuen Methoden wurden in Fallstudien in verschiedenen österreichischen Familienunternehmen erprobt. Dadurch konnten konkrete Kosten für typische Konflikte in Familienunternehmen berechnet werden.